Micron Document
____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|


The NomadNet German Wikipedia | Archives | Info
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b

🔍 Search

ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ

Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht
──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────
top
Die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht vom Mai 1945 war eine von der NS-StaatsfĂŒhrung autorisierte ErklĂ€rung gegenĂŒber den Alliierten am Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa. Sie enthielt die Zusage, die Kampfhandlungen gegenĂŒber den alliierten StreitkrĂ€ften zu beenden. Die Kapitulation wurde nach erfolglosen Verhandlungsversuchen der deutschen Seite vom 6. Mai in der Nacht zum 7. Mai 1945 im Obersten Hauptquartier der Alliierten ExpeditionsstreitkrĂ€fte in Reims unterzeichnet und trat zum vereinbarten Zeitpunkt am 8. Mai in Kraft.cite-ref-1[1]cite-ref-sommerzeit-2-0[2] Sie bedeutete das „Ende der militĂ€rischen Feindseligkeiten zwischen den kriegfĂŒhrenden Parteien“, also dem nationalsozialistischen Deutschen Reich und den Alliierten, und fĂŒhrte zum Kriegsende an allen Fronten.cite-ref-3[3] Um die Unterzeichnung der Kapitulation auch durch den Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Wilhelm Keitel, und die Oberbefehlshaber der deutschen Kriegsmarine und Luftwaffe sicherzustellen, wurde deren „formale Ratifizierung“ vereinbart. Die aus dem Sonderbereich MĂŒrwik eingeflogene deutsche Delegation unterzeichnete die Kapitulationsurkunde daher erneut am 8./9. Mai im Hauptquartier der Roten Armee in Berlin-Karlshorst.cite-ref-4[4]

Auch wenn einzelne deutsche VerbĂ€nde die Kampfhandlungen gegen sowjetische Truppen noch einige Tage fortsetzten, markiert der 8. Mai die Beseitigung der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft von außen. Der militĂ€rische Sieg der Alliierten war die Voraussetzung, dass Millionen von den Deutschen verfolgter Menschen befreit werden konnten. Der politische, wirtschaftliche und moralische Zusammenbruch bedeutete das Ende des bisherigen politischen Systems in Deutschland. Die vier HauptsiegermĂ€chte ĂŒbernahmen mit der Berliner ErklĂ€rung vom 5. Juni 1945 die oberste Regierungsgewalt in Deutschland. Zusammen mit der militĂ€rischen Kapitulation, deren politische Konsequenz sie war, bildete diese ErklĂ€rung die Grundlage fĂŒr den ViermĂ€chte-Status, nach dem die Alliierten bis zur deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 fĂŒr „Deutschland als Ganzes“ verantwortlich blieben.

Contents

‱ Italien
‱ Inhalt
‱ Bedeutung
‱ Literatur
‱ Film
‱ Weblinks

──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────

Forderung nach einer bedingungslosen Kapitulation

Die Forderung nach einer bedingungslosen Kapitulation (englisch unconditional surrender) der AchsenmĂ€chte wurde von den Westalliierten auf der Konferenz von Casablanca zu Beginn des Jahres 1943 erhoben: Ein Sieg der Alliierten ĂŒber Deutschland schien am ehesten durch ein Auseinanderbrechen der Anti-Hitler-Koalition zwischen den Westalliierten einerseits und der Sowjetunion andererseits gefĂ€hrdet. US-PrĂ€sident Franklin D. Roosevelts VerstĂ€ndnis dieser „unconditional surrender“ war nicht als ZerstĂŒckelung Deutschlands und seiner Bevölkerung gemeint; es war zunĂ€chst selbstverstĂ€ndlich fĂŒr seine Konzeption sowjetisch-amerikanischer Zusammenarbeit in Mitteleuropa, dass „Deutschland nach der bedingungslosen Kapitulation als Einheit weiterbesteht und Berlin als Symbol alliierter Gemeinsamkeit besetzt und verwaltet wird“.cite-ref-5[5]

Da eine bedingungslose Kapitulation Waffenstillstandsverhandlungen und Teilkapitulationen ausschloss, bewies dies der Sowjetunion, dass die Westalliierten bereit waren, den Krieg gegen Deutschland unter allen UmstĂ€nden weiter an ihrer Seite zu fĂŒhren. Die Sowjetunion schloss sich dieser Forderung an. Unter Verweis auf diese Maximalforderung sprach das Reichsministerium fĂŒr VolksaufklĂ€rung und Propaganda von einem „Vernichtungskrieg gegen Deutschland“ und versuchte damit, den Verteidigungswillen in der Bevölkerung zu stĂ€rken.

Entstehung der KapitulationserklÀrung

Über eine Kapitulationsurkunde, die von der EuropĂ€ischen Beratenden Kommission (EAC) vorbereitet worden war, wurde auf der Jalta-Konferenz vom Februar 1945 beraten. Hier wurde beschlossen, in die Kapitulationsbedingungen zusĂ€tzlich aufzunehmen, dass die Alliierten die oberste Regierungsgewalt in Deutschland ĂŒbernehmen wĂŒrden. In den Entwurf der Kapitulationsurkunde wurde eingefĂŒgt, dass sie die erforderlichen Schritte unternehmen wĂŒrden, um den zukĂŒnftigen Frieden und die Sicherheit zu gewĂ€hrleisten, darunter auch die Entwaffnung, Entmilitarisierung und Aufteilung Deutschlands.cite-ref-6[6]

Die Frage, ob Deutschland als politische Einheit erhalten bleiben sollte oder nicht, wurde erörtert, blieb aber ohne konkrete Ergebnisse. Zwar lag ein von der EAC ausgearbeitetes Protokoll ĂŒber die kĂŒnftigen Besatzungszonen vor, ein konkreter Plan, wie die Aufteilung Deutschlands vorgenommen werden sollte, war damit aber nicht verbunden. Um Verfahren fĂŒr eine ZerstĂŒckelung Deutschlands zu untersuchen, bildeten die Drei MĂ€chte den „Ausschuss fĂŒr die deutsche Teilungsfrage“ (Dismemberment Commitee) unter Vorsitz des britischen Außenministers Anthony Eden, neben den amerikanischen und sowjetischen Botschaftern John G. Winant und Fjodor Gussew.cite-ref-7[7] Ob ein Vertreter Frankreichs hinzugezogen werden sollte, sollten sie selbst abwĂ€gen.

Die Aufteilung Deutschlands wurde von diesem in London angesiedelten Gremium kontrovers diskutiert. Einen Beschluss konnte es deswegen bis zur Kapitulation der Wehrmacht nicht mehr fassen, so dass keine abgestimmte Kapitulationsurkunde ausgefertigt werden konnte. Aus diesem Grund wurde vom Hauptquartier Eisenhowers im letzten Augenblick ein anderer Text improvisiert. Darin war zwar nicht von einer Aufteilung Deutschlands die Rede, aber es wurde als politischer Vorbehalt eine Ziffer 4 aufgenommen. Diese besagte, dass an die Stelle dieser KapitulationserklĂ€rung andere allgemeine Kapitulationsbedingungen treten könnten, die von den Vereinten Nationen und in deren Namen Deutschland auferlegt werden könnten.cite-ref-8[8] Als „Vereinte Nationen“ hatten sich bereits vor Unterzeichnung der Charta der Vereinten Nationen die Völker bezeichnet, die sich gegen Deutschland, Italien, Japan und die von ihnen abhĂ€ngigen Staaten verbĂŒndet hatten.cite-ref-9[9]

Konsequent erklĂ€rte Frankreich am 1. Mai 1945 seinen Beitritt nur zur ursprĂŒnglichen Fassung des Entwurfs der Unconditional Surrender of Germany ohne die ZerstĂŒckelungsklausel.cite-ref-10[10]

Teilkapitulationen

Nachdem die Rote Armee in der Schlacht um Berlin den Angriff auf das Regierungsviertel begonnen hatte, beging Adolf Hitler, der jegliche Art von Kapitulation abgelehnt hatte, am 30. April 1945 im Bunker der Reichskanzlei Suizid. Zuvor hatte er in seinem politischen Testament die Nachfolgeregierung unter Karl Dönitz eingesetzt, die ihr Hauptquartier im Sonderbereich MĂŒrwik bei Flensburg hatte. Dies war fĂŒr die meisten Deutschen aber ohne Belang, da der grĂ¶ĂŸte Teil des Reichsgebiets bereits von den Truppen der spĂ€teren SiegermĂ€chte besetzt war.cite-ref-11[11] Dönitz versuchte, mit den WestmĂ€chten ĂŒber regionale Teilkapitulationen zu verhandeln, die es erlauben sollten, Soldaten aus dem Osten in deren Kriegsgefangenschaft gelangen zu lassen, wĂ€hrend an der Ostfront weiter gekĂ€mpft werden sollte.cite-ref-12[12] Zu diesem Zweck sollte die Elbe-Linie unter allen UmstĂ€nden gegen die Rote Armee gehalten werden.

Die deutschen Truppen im zur „Festung“ erklĂ€rten Berlin kapitulierten am 2. Mai 1945 auf Befehl des Kampfkommandanten General Helmuth Weidling gegenĂŒber den sowjetischen StreitkrĂ€ften.cite-ref-kapitulationsbefehl-13-0[13]

Italien

Verhandlungen ĂŒber eine Teilkapitulation in Italien fanden ab Februar 1945 hinter Hitlers RĂŒcken statt (→ Operation Sunrise). An ihnen waren unter anderem der Höchste SS- und PolizeifĂŒhrer (HöSSPF) in Italien und zugleich SS-ObergruppenfĂŒhrer, Karl Wolff, und der amerikanische OSS-Resident in Bern, Allen Welsh Dulles, beteiligt. Die bedingungslose Kapitulation fĂŒr die in Italien stehenden VerbĂ€nde, die am 29. April in Caserta seitens der Wehrmacht durch einen BevollmĂ€chtigten des Oberbefehlshabers SĂŒdwest, Generaloberst Heinrich von Vietinghoff, und fĂŒr die SS und die Truppen der Italienischen Sozialrepublik durch einen BevollmĂ€chtigten des SS-ObergruppenfĂŒhrers Wolff und des italienischen Oberbefehlshabers Rodolfo Graziani unterzeichnet wurde, trat am 2. Mai in Kraft.cite-ref-14[14]cite-ref-15[15] Dönitz erfuhr von dieser Teilkapitulation in der Nacht vom 1. zum 2. Mai und beschloss daraufhin, auch an der Westfront mit den Alliierten eine Teilkapitulation zu suchen.

Nordwestdeutschland, DĂ€nemark und Niederlande

→

Hauptartikel

:

Teilkapitulation der Wehrmacht fĂŒr Nordwestdeutschland, DĂ€nemark und die Niederlande

Zu diesem Zweck wurde eine Delegation unter dem Vorsitz des neuen Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, Generaladmiral Hans-Georg von Friedeburg, am 3. Mai zum Hauptquartier des Oberbefehlshabers der 21st Army Group, des Briten Bernard Montgomery, auf dem Timeloberg nahe Wendisch Evern bei LĂŒneburg entsandt. Montgomery verlangte die Kapitulation sĂ€mtlicher deutscher VerbĂ€nde in Nordwestdeutschland, DĂ€nemark und den Niederlanden, was von der Regierung Dönitz akzeptiert wurde. Die am 4. Mai unterzeichnete Teilkapitulation trat am 5. Mai um 8:00 Uhr in Kraft.cite-ref-16[16]

In den Niederlanden war am 2. Mai 1945 der Waffenstillstand von Achterveld in Kraft getreten, der die Versorgung der Bevölkerung nach dem Hongerwinter durch die Alliierten ermöglichte. Am 5. Mai verhandelten der kanadische General Charles Foulkes und der deutsche Oberbefehlshaber Johannes Blaskowitz im Beisein von Prinz Bernhard als Kommandant der Binnenlandse Strijdkrachten in den Ruinen des weitgehend zerbombten Hotel de Wereld in Wageningen ĂŒber die Kapitulation der Wehrmachtseinheiten in dem noch besetzten Teil der Niederlande. Blaskowitz erbat sich 24 Stunden Bedenkzeit. Am 6. Mai wurden die vorbereiteten Kapitulationsbedingungen fĂŒr das Gebiet des „Reichskommissariats Niederlande“ in der nahe dem Hotel gelegenen Aula der Landbauhochschule unterzeichnet. In den heutigen Niederlanden ist der 5. Mai (Bevrijdingsdag) gesetzlicher Feiertag.

SĂŒddeutschland

Ebenfalls am 3. Mai hatte ReichsprĂ€sident Karl Dönitz das Ersuchen des Oberbefehlshabers im SĂŒdraum, Generalfeldmarschall Albert Kesselring, mit den Amerikanern ĂŒber eine Teilkapitulation verhandeln zu dĂŒrfen, genehmigt. Die Heeresgruppe G unter General Friedrich Schulz kapitulierte am 5. Mai in Haar bei MĂŒnchen gegenĂŒber der 7. US-Armee mit Wirkung zum 6. Mai mittags.cite-ref-17[17]

Verhandlungen in Reims

Das Ansinnen der deutschen Delegation, bestehend aus Generaloberst Alfred Jodl, Generaladmiral Hans-Georg von Friedeburg und Major i. G. Wilhelm Oxenius, die sich am 6. Mai 1945 in das Hauptquartier der westlichen alliierten StreitkrĂ€fte (SHAEF), untergebracht in den GebĂ€uden des heutigen LycĂ©e Franklin Roosevelt im französischen Reims, begeben hatten, ĂŒber eine Teilkapitulation nur gegenĂŒber den westlichen Alliierten zu verhandeln, wurde von SHAEF-Kommandeur Dwight D. Eisenhower zurĂŒckgewiesen. Er war, entsprechend den gemeinsam getroffenen Vereinbarungen der Alliierten in der Konferenz von Jalta, nicht bereit, auf die Gesamtkapitulation auch gegenĂŒber dem sowjetischen Oberkommando zu verzichten, und drohte am 7. Mai, widrigenfalls die Bombardierung Deutschlands fortzusetzen.cite-ref-18[18]

Daraufhin beauftragte und autorisierte Dönitz Generaloberst Jodl, den Chef des WehrmachtfĂŒhrungsstabes, der ursprĂŒnglich nur zum „Abschluss eines Waffenstillstandsabkommens mit dem Hauptquartier des Generals Eisenhower“cite-ref-19[19] bevollmĂ€chtigt war, per Funk zur Unterzeichnung einer bedingungslosen Kapitulation aller deutschen Truppen.cite-ref-20[20] Dies geschah am 7. Mai in der Zeit von 2:39 bis 2:41 Uhr. Der Reichssender Flensburg verkĂŒndete mit einer Ansprache durch Lutz von Schwerin-Krosigk am 7. Mai um 12:45 Uhr zum ersten Mal von deutscher Seite her das Ende des Zweiten Weltkrieges auf dem europĂ€ischen Kontinent. Die bedingungslose Kapitulation trat fĂŒr alle Fronten am 8. Mai um 23:01 Uhr mitteleuropĂ€ischer Zeit in Kraft.cite-ref-sommerzeit-2-1[2] Dieses Datum, an dem der Krieg in Europa beendet war, wurde als VE-Day (Victory in Europe-Day) begangen.

FĂŒr das SHAEF unterzeichnete Eisenhowers Stabschef General Walter Bedell Smith, fĂŒr das sowjetische Oberkommando Generalmajor Iwan Susloparow sowie als Zeuge der Generalmajor der französischen Armee François Sevez.cite-ref-21[21]

Das in Reims unterzeichnete Dokument entsprach nicht der Version, die die European Advisory Commission erarbeitet und den Regierungen der Alliierten vorgelegt hatte. Dort war noch vorgesehen, dass Deutschland alle politischen, administrativen und wirtschaftlichen Hoheitsrechte im Rahmen der Kapitulation an die vier HauptsiegermĂ€chte abgeben sollte.cite-ref-22[22] Die Kapitulationsurkunde, die stattdessen zur Anwendung kam, regelte ausschließlich militĂ€rische Angelegenheiten. Ihre Formulierung geschah im Reimser Hauptquartier durch Bedell Smith in Anlehnung an den Text der Teilkapitulation fĂŒr Italien in Caserta.cite-ref-23[23] Die offizielle Übernahme der Regierungsgewalt auf dem Gebiet des Deutschen Reichs durch die Alliierten erfolgte damit erst einen Monat spĂ€ter durch die Berliner ErklĂ€rung. In diesem Dokument wird die KapitulationserklĂ€rung der Wehrmacht als Grundlage dafĂŒr ausgewiesen, dass Deutschland sich von nun an allen Forderungen der SiegermĂ€chte zu unterwerfen hatte.cite-ref-24[24]

Heute erinnert an die VorgÀnge das Musée de la Reddition.

Ratifikation in Berlin

Bei der Unterzeichnung in Reims am 7. Mai hatte eine Autorisierung des Textes von Seiten Moskaus gefehlt; nach der Unterzeichnung verweigerten die Sowjets die BestĂ€tigung der Unterschrift General Susloparovs. Als GrĂŒnde fĂŒr deren Verweigerung nennen Historiker die Absicht Josef Stalins, mit einer symboltrĂ€chtigen öffentlichen Inszenierung der Kapitulation in Berlin das Prestige des Sieges fĂŒr die Sowjetunion zu reklamieren, sowie die BefĂŒrchtung, die Kapitulation wĂŒrde von den WehrmachtsverbĂ€nden im Osten nicht befolgt werden. Weil die militĂ€rische Kapitulation lediglich von Jodl, nicht aber von den Oberkommandierenden der einzelnen TeilstreitkrĂ€fte der deutschen Wehrmacht unterzeichnet werden konnte, wurde im Anschluss an die Kapitulation eine zusĂ€tzliche Vereinbarung unterzeichnet, die die formelle Ratifizierung dieser Kapitulation durch das Oberkommando der Wehrmacht (OKW) sowie die Oberbefehlshaber von Heer, Luftwaffe und Kriegsmarine vorsah.cite-ref-25[25] Dies geschah rĂŒckwirkend zum 8. Mai 1945, 23:01 Uhr MEZcite-ref-sommerzeit-2-2[2] durch Unterzeichnung einer weiteren KapitulationserklĂ€rung am 9. Mai um 0:16 Uhr am Sitz des Oberkommandierenden der Roten Armee in Deutschland, Marschall Georgi Konstantinowitsch Schukow, in der bisherigen Pionierschule I in Berlin-Karlshorst,cite-ref-26[26] durch Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel fĂŒr das OKW und das Heer, Generaladmiral Hans-Georg von Friedeburg fĂŒr die Kriegsmarine und Generaloberst Hans-JĂŒrgen Stumpff fĂŒr die Luftwaffe (als Vertreter des Oberbefehlshabers Generalfeldmarschall Robert Ritter von Greim), alle drei bevollmĂ€chtigt durch Dönitz. FĂŒr das SHAEF unterzeichnete Luftmarschall Arthur Tedder, fĂŒr das sowjetische Oberkommando Marschall Schukow; als Zeugen unterschrieben der französische General Lattre de Tassigny sowie US-General Carl Spaatz.cite-ref-27[27] Die formale Wiederholung war rechtlich bedeutungslos, wird aber wesentlich hĂ€ufiger fĂŒr historische Darstellungen herangezogen als die rechtlich wirksame Kapitulation von Reims.cite-ref-28[28]cite-ref-29[29] Die Berliner KapitulationserklĂ€rung unterschied sich von der in Reims unterzeichneten nur dadurch, dass sie die deutschen Truppen nicht nur zur Einstellung der Kampfhandlungen, sondern auch zur Ablieferung der Waffen verpflichtete.

Da in der Sowjetunion die Kapitulation erst nach diesem Akt bekanntgegeben wurde und bedingt durch die Zeitverschiebung (siehe Moskauer Zeit) das Inkrafttreten der Kapitulation in Moskau auf den 9. Mai fĂ€llt, werden in Russland und anderen postsowjetischen Staaten bis heute die Feierlichkeiten zum Ende des deutsch-sowjetischen Kriegs als „Tag des Sieges“ an diesem Tag begangen.

Dönitz teilte zwar allen Oberbefehlshabern die bedingungslose Gesamtkapitulation mit Wirkung zum 9. Mai, 00:00 Uhr mit. Gleichzeitig befahl er aber den Heeresgruppen, die im Kampf gegen die Rote Armee standen, „was möglich nach Westen zurĂŒckzufĂŒhren und notfalls durch Sowjets sich durchzuschlagen“, um sich den Westalliierten zu ergeben. In der Folge versuchten einige VerbĂ€nde und Einheiten, die Übergabe hinauszuzögern oder gar weiterzukĂ€mpfen. Eisenhower klagte, dass VerbĂ€nde der Heeresgruppe Mitte bei ihrer Ausweichbewegung nach Westen weiterkĂ€mpften.cite-ref-zim476-30-0[30] So kam es am 11. Mai 1945 zur Schlacht bei Sliwitz, 60 Kilometer sĂŒdwestlich von Prag. Als weiteres RĂŒckzugsgefecht ereignete sich am 14. und 15. Mai 1945 die Schlacht von Poljana an der slowenisch-österreichischen Grenze. Die Armee Saucken in Ostpreußen kapitulierte erst am 14. Mai, nachdem sie bis dahin entgegen der Kapitulationsbestimmungen und unter sowjetischem Beschuss Abtransporte ins Reich durchgefĂŒhrt hatte.cite-ref-zim476-30-1[30]

Die letzten einsatzfÀhigen und frei operierenden Einheiten der Wehrmacht streckten wie folgt die Waffen: die U-Boote U 234 Mitte Mai 1945, U 530 im Juli 1945, U 977 im August 1945 sowie der Wettertrupp Haudegen im September 1945.

Inhalt

In der Kapitulationsurkunde erklĂ€rten Friedeburg, Keitel und Stumpff namens des OKW gegenĂŒber dem Oberbefehlshaber der Alliierten ExpeditionsstreitkrĂ€fte und dem Oberkommando der Roten Armee die bedingungslose Kapitulation aller Land-, See- und LuftstreitkrĂ€fte, die derzeit unter deutschem Befehl standen. Das OKW werde ihnen zum 8. Mai, 23:01 Uhr MEZ, die Einstellung aller Kampfhandlungen befehlen, sie hĂ€tten in ihren Stellungen zu verbleiben und all ihre Waffen und GerĂ€te an die örtlichen alliierten Befehlshaber beziehungsweise an die von diesen zu bestimmenden Offiziere abzuliefern. BeschĂ€digungen des auszuliefernden Materials wie namentlich die Versenkung von Schiffen oder Flugzeugen waren verboten.

Das OKW sagte zu, Befehle des Oberbefehlshabers der Alliierten ExpeditionsstreitkrĂ€fte und des Oberkommandos der Roten Armee unverzĂŒglich weiterzugeben und fĂŒr deren AusfĂŒhrung zu sorgen. Die militĂ€rische KapitulationserklĂ€rung stelle kein PrĂ€judiz „fĂŒr an ihre Stelle tretende allgemeine Kapitulationsbestimmungen dar, die durch die Vereinten Nationen oder in deren Namen festgesetzt werden und Deutschland und die Deutsche Wehrmacht als Ganzes betreffen werden“. Bei Nichtbefolgung behielten sich das Oberkommando der Roten Armee und der Oberste Befehlshaber der Alliierten ExpeditionsstreitkrĂ€fte alle zweckmĂ€ĂŸigen Strafmaßnahmen oder andere Handlungen vor.

Die ErklĂ€rung war in englischer, russischer und deutscher Sprache abgefasst, wobei allein die englische und die russische Ausfertigung maßgebend waren.cite-ref-31[31]

Bedeutung

Den Alliierten war bereits im Vorfeld bewusst, dass sie im Falle der militĂ€rischen Besetzung Deutschlands keine handlungsfĂ€hige Regierung mehr antreffen wĂŒrden. Man wollte eine Vorgehensweise finden, mit der Deutschland beziehungsweise das Deutsche Reich nicht abgeschafft oder annektiert, sondern in gemeinsamer Verantwortung der SiegermĂ€chte ĂŒbernommen wĂŒrde, ohne sich aber dessen finanzielle wie rechtliche Verpflichtungen als Rechtsnachfolger anzueignen. Die rechtstheoretischen Überlegungen fĂŒr die zuletzt gefundene rechtliche Konstruktion gehen dabei auf Arbeiten Hans Kelsens wie auch des britischen Staatsrechtlers William Malkin zurĂŒck.cite-ref-32[32]

Eine Kapitulation Deutschlands, d. h. des Deutschen Reichs 1945, fand nach in der Rechtswissenschaft herrschenden Meinung nicht statt (siehe Hauptartikel Rechtslage Deutschlands nach 1945).cite-ref-33[33] Insbesondere bezweckte die Kapitulation der Wehrmacht keine Änderung in der Staatlichkeit Deutschlands, sie behielt ihren Rechtscharakter als Kriegsvertrag und völkerrechtliche Vereinbarung rein militĂ€rischen Inhalts. Aus ihr waren keine SchlĂŒsse auf die VölkerrechtssubjektivitĂ€t des Deutschen Reiches nach dem 8. Mai 1945 zu ziehen.cite-ref-34[34]

Historiker und Politikwissenschaftler betonen, dass es sich beim „Fortbestand des Deutschen Reichs“ um eine bloße „Rechtsfiktion“ handle.cite-ref-35[35] Die juristische Interpretation, das Reich habe lediglich seine „Willens- und HandlungsfĂ€higkeit“ eingebĂŒĂŸt, seine RechtsfĂ€higkeit bestehe dagegen fort, war nach Manfred Görtemaker „kaum mehr als ein rechtsdogmatisches Denkspiel“. Das Ende des Deutschen Reiches sei mit dem Tod Hitlers und dem Untergang der Reichskanzlei faktisch bereits vor der Kapitulation gekommen, der doppelte Kapitulationsakt sei nur ein „formeller Schlußstein“ gewesen.cite-ref-36[36] FĂŒr Otwin Massing ist die Theorie, das Reich bestehe nach 1945 in den Grenzen von 1937 fort, eine „neudeutsche KyffhĂ€user-Mythe“.cite-ref-37[37]

Schon seit LĂ€ngerem sehen Historiker in der Kapitulation das Ende des Deutschen Reiches.cite-ref-38[38] Die Kapitulation betraf zwar zunĂ€chst explizit nur die Wehrmacht. Nach dem durch die Verhaftung der Regierung Dönitz am 23. Mai eingeleiteten „staatsrechtlichen Vakuum“ wurde mit der Übernahme der Regierungsgewalt durch die Alliierten am 5. Juni 1945 bzw. dem Potsdamer Abkommen vom 2. August 1945 auch die staatlich-politische Kapitulation Deutschlands vollzogen.cite-ref-39[39]

Umstritten ist, ob die Kapitulation fĂŒr die Deutschen eine Niederlage oder eine Befreiung bedeutete oder gar gleichzeitig beides. Der damalige BundesprĂ€sident Richard von WeizsĂ€cker bezeichnete in seiner viel zitierten Rede vom 8. Mai 1985 den Tag der Kapitulation entgegen der bisher ĂŒblichen Darstellung als „Tag der Befreiung vom menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“, betonte dabei aber auch die Ambivalenz zwischen gleichzeitiger Vernichtung und Befreiung. WeizsĂ€cker fĂŒhrte weiter aus, dass der 8. Mai „fĂŒr uns Deutsche kein Tag zum Feiern“ sei, da es hierbei „ganz persönliche und unterschiedliche Erfahrungen“ gab: „Der eine kehrte heim, der andere wurde heimatlos. Dieser wurde befreit, fĂŒr jenen begann die Gefangenschaft. Viele waren einfach nur dafĂŒr dankbar, dass BombennĂ€chte und Angst vorĂŒber und sie mit dem Leben davongekommen waren. Andere empfanden Schmerz ĂŒber die vollstĂ€ndige Niederlage des eigenen Vaterlandes. Verbittert standen Deutsche vor zerrissenen Illusionen, dankbar andere Deutsche vor dem geschenkten neuen Anfang.“ Nahezu unbeachtet im öffentlichen Diskurs blieb, dass Bundeskanzler Helmut Kohl schon 14 Tage zuvor, am 21. April 1985, in einer im Fernsehen live ĂŒbertragenen Rede zum 40. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen festgestellt hatte: „Der Zusammenbruch der NS-Diktatur am 8. Mai 1945 wurde fĂŒr die Deutschen ein Tag der Befreiung.“cite-ref-41[41] Zuvor war in offiziellen Verlautbarungen genau das vermieden worden, um sich von der DDR abzugrenzen, die das Datum als „Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus“ beging. WeizsĂ€cker nannte in seiner Ansprache den 30. Januar 1933 als SchlĂŒsseldatum, das den Niedergang des Deutschen Reiches markiert habe und den Beginn einer Gewaltherrschaft, die den Deutschen angetan worden sei.cite-ref-42[42]

Diese Deutung ist auf Kritik von Historikern gestoßen: Henning Köhler meint, „nur die Sowjets und ihre kommunistischen Handlanger hatten 1945 die Befreiung und die Befreier bejubelt, die Bevölkerung dagegen den Schock ĂŒber deren unzĂ€hlige Verbrechen nicht vergessen.“ FĂŒr politisch Verfolgte und noch lebende Juden sei es ein langersehnter Moment der Befreiung gewesen, die Masse der deutschen Bevölkerung vor allem aber darĂŒber erleichtert gewesen, dass der Krieg endlich zu Ende war. Die Kapitulation sei „die umfassendste Niederlage, das grĂ¶ĂŸte Debakel der deutschen Geschichte“.cite-ref-43[43] FĂŒr Richard J. Evans entsteht der Eindruck einer Befreiung erst in der RĂŒckschau, „fĂŒr die ĂŒberwĂ€ltigende Mehrheit der Deutschen brachte der 8. Mai 1945 keine Befreiung“.cite-ref-44[44] Auch Hans-Ulrich Wehler hĂ€lt es fĂŒr verstĂ€ndlich, „daß die Niederlage mit ihren Folgen aus der Sicht der meisten deutschen Zeitgenossen als deprimierende Katastrophe empfunden wurde“, betont aber gleichzeitig, es sei „unleugbar“, dass „der Mai 1945 eine Befreiung von der nationalsozialistischen Diktatur bedeutete, von der die Deutschen sich selber nicht hatten befreien können“.cite-ref-45[45] Der ehemalige Leiter der GedenkstĂ€tte Berlin-Hohenschönhausen Hubertus Knabe mahnt, zwischen Ost- und Westdeutschland zu unterscheiden, da die BĂŒrger der DDR erst ab 1989 die Chance erhalten hĂ€tten, eine Demokratie aufzubauen. Stalin habe zwar entscheidend zur Niederlage des Nationalsozialismus beigetragen, den Sieg aber dazu benutzt, seine eigene Diktatur zu errichten.cite-ref-46[46] Alexandra Klei, Katrin Stoll und Annika Wienert sehen in WeizsĂ€ckers Formulierung eine „Anmaßung, die Befreiung fĂŒr alle Deutschen zu reklamieren,“ die „nicht nur komplett an der RealitĂ€t vorbei [geht]. Sie impliziert auch eine falsche Identifikation mit den Ermordeten und Überlebenden der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik – bei gleichzeitiger Ausklammerung der wirklichen TĂ€terschaft fĂŒr diese Politik.“cite-ref-47[47]

Die namentlich unter den Zeitgenossen lange verbreitete Deutung des 8. Mai 1945 als „Stunde Null“ wird heute von den meisten Historikern zurĂŒckgewiesen. Weder ökonomisch noch politisch und personell habe es eine Tabula rasa gegeben, die den Ausdruck Stunde Null rechtfertigen wĂŒrde. Er diente nach Ansicht der Philosophin Steffi Hobuß vielmehr dazu, die KontinuitĂ€t der Funktionseliten von der NS-Zeit in die Bundesrepublik zu verschleiern: Das TĂ€terkollektiv habe damit so tun wollen, „als sei nun alles anders“.cite-ref-48[48] So begann nach der Rundfunkausstrahlung ĂŒber die Kapitulationcite-ref-49[49] am 9. Mai in Deutschland die Nachkriegszeit.

In den angelsĂ€chsischen LĂ€ndern wird der 8. Mai als „VE Day“ (V-E Day) bezeichnet. Die AbkĂŒrzung steht fĂŒr engl. Victory in Europe Day („Tag des Sieges in Europa“). Dieser Tag war auf dem westlichen der beiden HauptschauplĂ€tze des Kriegs der wichtige Zwischenschritt vor der Kapitulation des verbĂŒndeten japanischen Kaiserreichs am 2. September 1945 („V-J Day“, bzw. dessen Bekanntgabe in den USA am 14. August) und damit der weltweiten Beendigung des Krieges.

Laut dem Völkerrechtler Hermann Mosler wurden die Feindseligkeiten gegenĂŒber Deutschland mit der Kapitulation des Oberkommandos der Wehrmacht zwar „endgĂŒltig eingestellt“, weil die Wiederaufnahme tatsĂ€chlich und rechtlich unmöglich war. Die VorgĂ€nge nach 1945 verdeutlichten: „Die nicht auf die bewaffnete Auseinandersetzung bezĂŒglichen Normen des Kriegszustandes blieben aber aufrechterhalten.“ In den Jahren 1951–1953 wurde der (formal) „fortdauernde teilweise Kriegszustand“ zwischen Deutschland und den meisten alliierten Staaten auch formell beendet, so von vielen KriegfĂŒhrenden des Zweiten Weltkriegs im VerhĂ€ltnis zur Bundesrepublik Deutschland.cite-ref-50[50] Die Sowjetunion erklĂ€rte dies am 25. Januar 1955, die osteuropĂ€ischen Staaten folgten diesem Schritt.cite-ref-51[51]cite-ref-52[52] Der Vertrag zur Regelung aus Krieg und Besatzung entstandener Fragen (Überleitungsvertrag)cite-ref-53[53] – der als Teil der Pariser VertrĂ€ge mit dem „Deutschlandvertrag“ (in der geĂ€nderten Fassung) vom 23. Oktober 1954 bis zum 3. Oktober 1990 eine zeitliche und inhaltliche Einheit darstellte – steht im Zusammenhang mit der deutschen Kapitulation von 1945, da er die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen fĂŒr die Nachkriegsordnung schuf und die Bedingungen fĂŒr die Wiederherstellung der SouverĂ€nitĂ€t Deutschlands festlegte.cite-ref-54[54]

Aufbewahrungsort

Die Originale der Kapitulationsurkunden befanden sich nach Kriegsende zunĂ€chst im Besitz der USA, bevor sie 1968 nach Deutschland gelangten. Seitdem werden die englische und die russische AusfĂŒhrung vom MilitĂ€rarchiv in Freiburg, einer Abteilung des deutschen Bundesarchivs, aufbewahrt. Alle Ausfertigungen befinden sich als Faksimile im Museum Berlin-Karlshorst.cite-ref-55[55]

Literatur

‱ Jörg Hillmann, John Zimmermann (Hrsg.): Kriegsende 1945 in Deutschland (= BeitrĂ€ge zur MilitĂ€rgeschichte, Band 55). Im Auftrag des MilitĂ€rgeschichtlichen Forschungsamtes. Oldenbourg, MĂŒnchen 2002, ISBN 3-486-56649-0.
‱ Gerhard Keiderling: Schlussakt in der Rheinsteinstraße. In: Berlinische Monatsschrift (LuisenstĂ€dtischer Bildungsverein). Heft 12, 2000, ISSN 0944-5560 (luise-berlin.de).
‱ Volker Ullrich: Acht Tage im Mai. Die letzte Woche des Dritten Reiches. C.H. Beck, MĂŒnchen 2020, ISBN 978-3-406-74985-8.
‱ Alfred Vagts: Unconditional Surrender – vor und nach 1943. In: Vierteljahrshefte fĂŒr Zeitgeschichte 7, Heft 3 (1959), S. 280–310; ifz-muenchen.de (PDF; 1,4 MB).

Film

‱ 8. Mai 1945 – Unterzeichnung der Kapitulation Deutschlands: „Zu Lande, zu Wasser und in der Luft“, Zeitgeschichtliches Archiv des WDR (8. Mai 2005)
‱ Unterschriften unter die Kapitulationsurkunde am 8. Mai 1945, Museum Berlin-Karlshorst (ab 2:20 min)

Weblinks

Wikisource: German Instrument of Surrender (7. Mai 1945)

– Quellen und Volltexte (englisch)

Commons

: Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

‱ Museum Berlin-Karlshorst
‱ Arnulf Scriba: Das Kriegsende 1945, Deutsches Historisches Museum (LeMO), 19. Mai 2015
‱ Armin Nolzen: Das Kriegsende 1945 in Deutschland. (Tagungsbericht eines Workshops des MGFA in Zusammenarbeit mit dem Wehrgeschichtlichen Ausbildungszentrum der Marineschule MĂŒrwik im November 2000)
‱ Die deutsche Kapitulation 1945 beim Bundesarchiv (mit Fotos sĂ€mtlicher Originaldokumente)
‱ ErklĂ€rung in Anbetracht der Niederlage Deutschlands und der Übernahme der obersten „Regierungsgewalt hinsichtlich Deutschlands“ vom 5. Juni 1945
‱ Die Verlesung der Kapitulation in den Straßen Berlins, Fotos des Frontfotografen Waleri Wsewolodowitsch Faminski

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Text der Urkunde (engl.): Act of Military Surrender. Im US-Archiv, Washington, D.C., abgerufen am 27. Mai 2025.
cite-note-sommerzeit-22. ↑ Da im Deutschen Reich die Sommerzeit galt, war der Waffenstillstand tatsĂ€chlich am 9. Mai ab 0:01 Uhr, hierzu KapitulationserklĂ€rung: Das Papier, das den Krieg beendete. In: Spiegel Online, Panorama, 8. Mai 2005.
cite-note-33. ↑ Ekkehard Bauer: Kapitulation, in: Karl Strupp/Hans-JĂŒrgen Schlochauer (Hrsg.): Wörterbuch des Völkerrechts, Bd. II, 2. Aufl., Berlin 1961, S. 192–198, zit. S. 193; Hermann Mosler: Kriegsende, in: ebenda, S. 333–337, hier S. 333 f.
cite-note-44. ↑ Das genaue Datum der Unterzeichnung ist im Vertragstext nicht angegeben. Nach der in der Sowjetunion offiziell anerkannten Fassung wurde das Abkommen am 8. Mai um 22:43 Uhr mitteleuropĂ€ischer Zeit unterzeichnet. Einige Quellen weisen jedoch darauf hin, dass die Unterzeichnung des Abkommens wenig spĂ€ter erfolgte – etwa um 1 Uhr morgens am 9. Mai mitteleuropĂ€ischer Zeit.
cite-note-55. ↑ Helmut Brandt: Herrschaftsordnung und Selbstverwaltung im viergeteilten Groß-Berlin. In: H. Conrad, H. Jahrreiß, P. Mikat, H. Mosler, H. C. Nipperdey, J. Salzwedel (Hrsg.): GedĂ€chtnisschrift Hans Peters. Springer, Berlin/Heidelberg 1967, ISBN 978-3-642-49912-8, S. 445–479, zit. S. 471 f.
cite-note-66. ↑ Der Beschluss, Artikel 12(a) der Kapitulationsbedingungen zu Ă€ndern, lautete: „Das Vereinigte Königreich, die Vereinigten Staaten von Amerika und die Union der Sozialistischen Sowjet-Republiken werden die oberste AutoritĂ€t gegenĂŒber Deutschland innehaben. In AusĂŒbung dieser AutoritĂ€t werden sie solche Schritte einschließlich der völligen Entwaffnung, Entmilitarisierung und Aufteilung Deutschlands unternehmen, die sie fĂŒr den zukĂŒnftigen Frieden und die Sicherheit fĂŒr erforderlich halten“, zitiert nach Arthur Conte: Die Teilung der Welt. Jalta 1945, MĂŒnchen 1967, S. 320.
cite-note-77. ↑ Christoph Weisz (Hrsg.): OMGUS-Handbuch. Die amerikanische MilitĂ€rregierung in Deutschland 1945–1949. MĂŒnchen 1994, ISBN 978-3-486-58777-7, S. 5.
cite-note-88. ↑ Karl Dietrich Erdmann: Das Ende des Reiches und die Neubildung deutscher Staaten (= Gebhardt. Handbuch der deutschen Geschichte, Bd. 22), dtv, MĂŒnchen 1980, S. 36–41.
cite-note-99. ↑ Ernst Deuerlein: Potsdam 1945. Ende und Anfang. Köln 1970, S. 13.
cite-note-1010. ↑ Helmut Brandt: Herrschaftsordnung und Selbstverwaltung im viergeteilten Groß-Berlin. In: H. Conrad, H. Jahrreiß, P. Mikat, H. Mosler, H. C. Nipperdey, J. Salzwedel (Hrsg.): GedĂ€chtnisschrift Hans Peters. Springer, Berlin/Heidelberg 1967, S. 445–479, hier S. 472–473.
cite-note-1111. ↑ Richard J. Evans: Das Dritte Reich. Bd. III: Krieg. Deutsche Verlags-Anstalt, MĂŒnchen 2009, S. 918.
cite-note-1212. ↑ Heinrich Schwendemann: „Deutsche Menschen vor der Vernichtung durch den Bolschewismus zu retten“: Das Programm der Regierung Dönitz und der Beginn einer Legendenbildung. In: Jörg Hillmann, John Zimmermann (Hrsg.): Kriegsende 1945 in Deutschland. Oldenbourg, MĂŒnchen 2002, ISBN 3-486-56649-0, S. 15–19 (abgerufen ĂŒber De Gruyter Online).
cite-note-kapitulationsbefehl-1313. ↑ Bezug auf den Wortlaut von Weidlings Kapitulationsbefehl vom 2. Mai 1945. Abgerufen am 23. Januar 2024.
cite-note-1414. ↑ Allen Dulles/Gero von Schulze-Gaevernitz: Unternehmen »Sunrise«. Die geheime Geschichte des Kriegsendes in Italien. DĂŒsseldorf 1967, S. 249–251.
cite-note-1515. ↑ Raphael Rues: Geheimes Treffen in Ascona. In: Schweizerisches Nationalmuseum, ZĂŒrich. 20. Juli 2022, abgerufen am 27. September 2024.
cite-note-1616. ↑ Wilfried Loth: Die Teilung der Welt 1941–1955. Geschichte des Kalten Krieges 1941–1955. 3. Aufl., Deutscher Taschenbuch-Verlag, MĂŒnchen 1982, ISBN 3-423-04012-2, S. 103.
cite-note-1717. ↑ Literatur und Quellen sind sich uneins bezĂŒglich des genauen Orts; neben Haar kommt auch das wenige Kilometer entfernte Baldham in Frage, vgl. Bernhard Lohr: Diffuse Quellenlage – Die Kapitulation von Haar. In: SĂŒddeutsche Zeitung. 7. Juni 2015, abgerufen am 7. Mai 2020.
cite-note-1818. ↑ Richard J. Evans: Das Dritte Reich. Bd. III: Krieg. Deutsche Verlags-Anstalt, MĂŒnchen 2009, S. 919.
cite-note-1919. ↑ German Surrender Documents of WWII (Memento vom 17. Mai 2007 im Internet Archive), Zweites Dokument (fĂ€lschlich mit „{Reichspresident Donitz’s authorization to Colonel General Jodl} {to conclude a general surrender:}“ betitelt).
cite-note-2020. ↑ Katja Gerhartz: Protokoll der letzten Momente, Die Welt vom 7. Mai 2005.
cite-note-2121. ↑ Act of Military Surrender, Seite 1 mit Punkt 1 bis 4 (Memento vom 26. September 2007 im Internet Archive) und Seite 2 mit Punkt 5 sowie Datum und Unterschriften (Memento vom 26. September 2007 im Internet Archive), Bekanntgabe durch die Alliierten im Amtsblatt des Kontrollrates in Deutschland, ErgĂ€nzungsblatt 1, S. 6.
cite-note-2222. ↑ Earl Frederick Ziemke, The US Army and the Occupation of Germany 1944–1946, Center of Military History, United States Army, 1990, S. 144 f.
cite-note-2323. ↑ Earl Frederick Ziemke, The US Army and the Occupation of Germany 1944–1946, Center of Military History, United States Army, 1990, S. 257–258.
cite-note-2424. ↑ ErklĂ€rung in Anbetracht der Niederlage Deutschlands und der Übernahme der obersten „Regierungsgewalt hinsichtlich Deutschlands“ vom 5. Juni 1945.
cite-note-2525. ↑ Undertaking. (Memento vom 26. September 2007 im Internet Archive) Museum Karlshorst.
cite-note-2626. ↑ Hauptquartier der SMAD. Es war seit Ende April 1945 zugleich Sitz des sowjetischen Stadtkommandanten in Berlin Bersarin. Information zum GebĂ€ude durch das Landesdenkmalamt Berlin.
cite-note-2727. ↑ KapitulationserklĂ€rung, Seite 1 (Memento vom 26. September 2007 im Internet Archive), Seite 2 mit den Unterschriften (Memento vom 26. September 2007 im Internet Archive) (Museum Karlshorst).
cite-note-2828. ↑ Horst Pötzsch: Das Ende des Zweiten Weltkriegs, Die Kapitulation, in: Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung, 28. Dezember 2005, abgerufen am 24. Dezember 2017.
cite-note-2929. ↑ Sven Felix Kellerhoff: Kriegsende 1945: Stalin wollte unbedingt eine eigene Kapitulation. In: Welt Online, 7. Mai 2015, abgerufen am 24. Dezember 2017.
cite-note-zim476-3030. ↑ John Zimmermann: Die deutsche militĂ€rische KriegfĂŒhrung im Westen 1944/45. In: Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg, Bd. 10/1: Der Zusammenbruch des Deutschen Reiches 1945. DVA, MĂŒnchen 2008, S. 476.
cite-note-3131. ↑ MilitĂ€rische Kapitulationsurkunde vom 8. Mai 1945, in: documentArchiv.de (Zugriff am 28. Mai 2019).
cite-note-3232. ↑ Matthias Etzel, Die Aufhebung von nationalsozialistischen Gesetzen durch den Alliierten Kontrollrat (1945–1948) (= BeitrĂ€ge zur Rechtsgeschichte des 20. Jahrhunderts, Bd. 7), Mohr Siebeck, 1992, ISBN 3-16-145994-6.
cite-note-3333. ↑ Dazu Dahm/DelbrĂŒck/Wolfrum, Völkerrecht, Bd. I/1, 2. Aufl., S. 145 Fn. 15 („
 der Begriff der politischen Kapitulation ist dem Völkerrecht fremd“).
cite-note-3434. ↑ Stephan Hobe, Otto Kimminich: EinfĂŒhrung in das Völkerrecht, UTB, 9., aktualisierte und erweiterte Auflage 2008, S. 587.
cite-note-3535. ↑ Joachim Wintzer: Deutschland und der Völkerbund 1918–1926. Schöningh, Paderborn 2006, S. 97; Herfried MĂŒnkler: Die Deutschen und ihre Mythen. Rowohlt, Berlin 2008, S. 542.
cite-note-3636. ↑ Manfred Görtemaker: Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Von der GrĂŒndung bis zur Gegenwart, C.H. Beck, MĂŒnchen 1999, ISBN 3-596-16043-X, S. 18.
cite-note-3737. ↑ Otwin Massing: IdentitĂ€t als Mythopoem. Zur politischen Symbolisierungsfunktion verfassungsgerichtlicher Spruchweisheiten. In: Staat und Recht, Bd. 38, Heft 2 (1989), S. 235 f.
cite-note-3838. ↑ Thilo Vogelsang: Deutsches Reich. In: derselbe, Carola Stern, Erhard Klöss und Albert Graff (Hrsg.): dtv-Lexikon zur Geschichte und Politik im 20. Jahrhundert. Dtv, MĂŒnchen 1974, Bd. 1, S. 182; Karl Dietrich Erdmann: Das Ende des Reiches und die Neubildung deutscher Staaten (= Gebhardt. Handbuch der deutschen Geschichte, Bd. 22), dtv, MĂŒnchen 1980, S. 35 f.; Hans-Ulrich Thamer: VerfĂŒhrung und Gewalt: Deutschland 1933–1945. Siedler, Berlin 1994, S. 769 f.; Elke Fröhlich: Kapitulation, Deutschland 1945. In: Wolfgang Benz, Hermann Graml und Hermann Weiß (Hrsg.): EnzyklopĂ€die des Nationalsozialismus. Klett-Cotta, Stuttgart 1997, S. 541; Heinrich August Winkler: Der lange Weg nach Westen, Bd. 2: Deutsche Geschichte vom „Dritten Reich“ bis zur Wiedervereinigung. C.H. Beck, MĂŒnchen 2000, S. 114.
cite-note-3939. ↑ Elke Fröhlich: Kapitulation, Deutschland 1945. In: Wolfgang Benz, Hermann Graml und Hermann Weiß (Hrsg.): EnzyklopĂ€die des Nationalsozialismus. Klett-Cotta, Stuttgart 1997, S. 541.
cite-note-401. Die AN-Schlagzeile vor 70 Jahren: „Der Krieg ist aus!“ (Memento vom 21. September 2017 im Internet Archive), Aachener Nachrichten vom 8. Mai 2015, abgerufen am 5. Mai 2015 sowie Abdruck der ersten Seite der Flensburger Nachrichten mit der Meldung: „Bedingungslose Kapitulation aller kĂ€mpfenden Truppen. Sterne im Dunkel der Zukunft: Einigkeit, Recht, Freiheit. Reichsminister Graf Schwerin v. Krosigk an das deutsche Volk“ vom 8. Mai 1945, in: Eckardt Opitz: Schleswig-Holstein. Das Land und seine Geschichte in Bildern, Texten und Dokumenten. Hamburg 2002, S. 231 (Faksimile).
cite-note-4141. ↑ Rainer Blasius: Bonn und der 8. Mai. 70 Jahre Kriegsende. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18. Mai 2015, ISSN 0174-4909.
cite-note-4242. ↑ V.A7 WeizsĂ€cker-Rede. In: Torben Fischer, Matthias N. Lorenz (Hrsg.): Lexikon der „VergangenheitsbewĂ€ltigung“ in Deutschland: Debatten- und Diskursgeschichte des Nationalsozialismus nach 1945. 3. Aufl., transcript, Bielefeld 2015, S. 253.
cite-note-4343. ↑ Henning Köhler: Deutschland auf dem Weg zu sich selbst. Eine Jahrhundertgeschichte, Hohenheim-Verlag, Stuttgart 2002, S. 638, 437 f.
cite-note-4444. ↑ Richard J. Evans: Das Dritte Reich. Bd. III: Krieg. Deutsche Verlags-Anstalt, MĂŒnchen 2009, S. 920.
cite-note-4545. ↑ Hans-Ulrich Wehler: Deutsche Gesellschaftsgeschichte, Bd. 4: Vom Beginn des Ersten Weltkrieges bis zur GrĂŒndung der beiden deutschen Staaten 1914–1949. C.H. Beck, MĂŒnchen 2003, S. 941 f.
cite-note-4646. ↑ Hubertus Knabe: Tag der Befreiung? Das Kriegsende in Ostdeutschland, PropylĂ€en, Berlin 2005, S. 15–37.
cite-note-4747. ↑ Alexandra Klei und Katrin Stoll und Annika Wienert: Der 8. Mai, ein staatlicher Feiertag? Kritische Anmerkungen zum Begriff der Befreiung im Kontext der deutschen Gedenkkultur. In: Zeitgeschichte-online, Mai 2020.
cite-note-4848. ↑ Steffi Hobuß: Mythos „Stunde Null“. In: Torben Fischer und Matthias N. Lorenz (Hrsg.): Lexikon der ‚VergangenheitsbewĂ€ltigung‘ in Deutschland. Debatten- und Diskursgeschichte des Nationalsozialismus nach 1945. 3., ĂŒberarbeitete und erweiterte Auflage, transcript, Bielefeld 2015, ISBN 978-3-8376-2366-6, S. 45 (abgerufen ĂŒber De Gruyter Online); Rudolf Morsey: Die Bundesrepublik Deutschland. Entstehung und Entwicklung bis 1969 (= Oldenbourg Grundriss der Geschichte, Bd. 19), Oldenbourg, MĂŒnchen 2007, ISBN 978-3-486-70114-2, S. 11 (abgerufen ĂŒber De Gruyter Online); Edgar Wolfrum: Die 101 wichtigsten Fragen. Bundesrepublik Deutschland. C.H. Beck, MĂŒnchen 2011, S. 14; Michael Gehler: Deutschland. Von der Teilung bis zur Einigung. 1945 bis heute. Böhlau, Wien/Köln/Weimar 2010, S. 54.
cite-note-4949. ↑ Gerhard Paul, Broder Schwensen (Hrsg.): Mai ’45. Kriegsende in Flensburg. Flensburg 2015.
cite-note-5050. ↑ Hermann Mosler: Kriegsende, in: Karl Strupp, Hans-JĂŒrgen Schlochauer (Hrsg.): Wörterbuch des Völkerrechts, Bd. II, 2. Aufl., Berlin 1961, S. 334.
cite-note-5151. ↑ Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung: Deutschland-Chronik bis 2000: 25. Januar 1955. Abgerufen am 2. August 2025.
cite-note-5252. ↑ Wolf-Sören Treusch: Vor 50 Jahren erklĂ€rt die Sowjetunion den Kriegszustand mit Deutschland fĂŒr beendet. Deutschlandfunk, 25. Januar 2005, abgerufen am 2. August 2025.
cite-note-5353. ↑ Vertrag zur Regelung aus Krieg und Besatzung entstandener Fragen („Überleitungsvertrag“) vom 26. Mai 1952 in der Fassung vom 23. Oktober 1954, in: VertrĂ€ge der Bundesrepublik Deutschland, Serie A: Multilaterale VertrĂ€ge, hrsg. vom AuswĂ€rtigen Amt, Bd. 7, Bonn/Köln/Berlin 1957, S. 223–279.
cite-note-5454. ↑ Deutscher Bundestag – Wissenschaftliche Dienste (Hrsg.): Überleitungsvertrag und „Feindstaatenklauseln“ im Lichte der völkerrechtlichen SouverĂ€nitĂ€t der Bundesrepublik Deutschland (WD 2 – 108/06). Berlin 21. Juni 2006 (bundestag.de [PDF]).
cite-note-5555. ↑ Frank Zimmermann: Kriegsende: Original-Kapitulationsurkunden sind in Freiburg. In: Badische Zeitung, 5. Mai 2010.